Social Commerce: Online-Handel braucht Facebook

Kein Geld in der Kasse ohne Social Networks

Wohl niemand ist so abhängig von Social Networks und hat gleichzeitig so viele Möglichkeiten auf Social Media im allgemeinen, wie der E-Commerce. Beeinflusst von schönen Bildern auf Pinterest, von einer Kaufempfehlung auf Facebook  oder einer kurzen Bewertung in Form eines Tweets auf Twitter, sitzt der potentielle Käufer nur einen Mausklick entfernt vom digitalen Handel.

Wer eine internetaffine Zielgruppe betreut und parallel im Lifestyle-Segment tätig ist, braucht keine große Analyse: Alle relevanten sozialen Netzwerke bedienen und maximal über die Budgetverteilung nachdenken. Denn wer hier nicht „auf der Hut“ ist, kann seinen Shop auch im lokalen Intranet betreiben. Für alle Anderen gilt es, die Social Networks konsequent zu betrachten und die Maßnahmen auf Produkt und Zielgruppe punktgenau auszurichten.

Shopify hat es mit der beigefügten Infografik zu sozialen Netzwerken und der Relevanz im E-Commerce getan. Der us-amerikanische E-Commerce Spezialist und Shopanbieter hielt bei Netzschnipsel schon häufiger für Infografiken her. Immerhin betreut der Dienstleister inzwischen Shops mit einem Umsatzvolumen von insgesamt 3 Milliarden Dollar. Aber Achtung: Alle Zahlen beziehen sich auf den US-Markt. Naja, in Sachen E-Commerce und Social Networks nicht das schlechteste Vorbild…

Kein Cent ohne: Social Commerce

Kein Cent ohne: Social Commerce

 

Facebook führt im E-Commerce: 85% durch Social Networks generierter Umsatz ist blau.

Gut 85% aller Bestellungen, die Ihren Ursprung im Social Media Umfeld haben, kommen von Facebook. Kein besonderer Wert, wenn wir die Userzahlen und die Aktivitäten des zuckerbergschen Imperiums betrachten. Beachtungswert ist allerdings die Konversionsrate von 1,85%. Hier hinkte Facebook in der Vergangenheit noch etwas unverständlich hinterher. Was den durchschnittlichen Umsatz je Bestellung betrifft, hat sich Facebook von 40 auf knapp 55 US-Dollar gesteigert, ist damit aber in dieser Betrachtung längst nicht die Nummer 1 im Social Media abhängigen E-Commerce. Im übrigen wäre an dieser Stelle der hochgelobte F-Commerce noch einmal einer gesonderten Prüfung zu unterziehen. Was mal die Riesennummer werden sollte, schwächelt weiterhin. Wir berichteten bereits zum Thema: Facebook – F-Commerce und Klingelbeutel .

Pinterest – Edel, chick, stylish: Wer Umsatz und Augenweide will ist hier richtig

Langer Rede kurzer Sinn: Wir haben schon 2012 Pinterest als „next big thing“ im Social Media Kontext gesehen und dürfen diese einstige Vermutung inzwischen als messbare Wahrheit bezeichnen. Wer Lifestyle und Mode per E-Commerce in Dollar verwandeln und per Social Network anpreisen möchte, darf keinen bogen um Pinterest machen. Die deutschen Onlineshops sind allerdings noch etwas träge auf dem digitalen Bilderbuch Pinterst unterwegs, was wir bereits berichteten. Mit knapp 60 Dollar je aus Pinterest direkt generiertem Einkauf, liegt dieses Netzwerk weit vor Facebook und den anderen Verdächtigen! Ergänzung: Allerdings lag der Umsatz je Einkaufskorb im Jahre 2012 bei 80 Dollar. Siehe dazu: Pinterest steckt Facebook in die Tasche .

Polyvore, Reddit und der Rest der Welt 

Wie „amerikanisch“ Zahlen und Grafik sind, zeigt die Nennung von Reddit und Polyvore. Reddit, hier eher ein hässliches Unwesen, legt zur Zeit das größte Wachstum im durch Social-Network bedingten E-Commerce Umsatz hin (+145%).

Schöner und führend im Einkaufswert je Bestellung, ist das 2006 als Prototyp gestartete soziale Netzwerk Polyvore. Inzwischen teilweise eingedeutscht und ganz unabhängig von dieser Grafik mit enormen Steigerungen der Besucherzahlen, haben wir direkt Kontakt aufgenommen und werden kurzfristig berichten und erläutern.

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Fazit – E-Commerce braucht Social Media wie niemand sonst – that’s Social Commerce

Aufgabe: Verkaufen Sie einer 27-jährigen online eine Markenjeans ohne Social Media zu nutzen. Ergebnis: Unmöglich! Wer auch nur einen Hauch der internetaffinen Zielgruppe mit seinem Portfolio anspricht, kommt um die konsequente und strukturierte Nutzung der üblichen Verdächtigen wie Facebook und Twitter nicht herum. Je nach Leistung und Produkt sind diese Social Networks noch zu ergänzen. Pinterest ist dabei schon das nächste must-have Netzwerk, zumindest wenn es um Mode, Lifestyle und alle anderen Dinge geht, die auf Bildern sprechen können. Auf „der Hut sein“ (wie oben beschrieben) bedeutet aber auch, der Marketingabteilung Zeit zu geben, um neue Netzwerke zu entdecken,  zu prüfen und letztlich für den eigenen Einsatz zu nutzen.

„Fußball ist nicht alles“ (Theo Zwanziger) – „Facebook ist nicht alles“ (Netzschnipsel)

Wieder da und wöchentlich auf den Tisch: Der Netzschnipsel – Social Media Newsletter!

Grafik: Shopify

About Matthias-M. Pook

Social Media Manager (FH). Mehr über Matthias und den Blog Netzschnipsel findest Du unter den Menüpunkten "Autor" sowie "Über".