Twitter

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Twitter

Twitter (von englisch Gezwitscher) ist eine digitale Anwendung zum Mikroblogging. Es wird auch als Kommunikationsplattform, soziales Netzwerkoder ein meist öffentlich einsehbares Tagebuch im Internet definiert. Privatpersonen, Organisationen, Unternehmen und Massenmedien nutzen Twitter als Plattform zur Verbreitung von kurzen Textnachrichten im Internet. Twitter wurde im März 2006 gegründet und gewann schnell weltweit an Popularität.

Angemeldete Benutzer können eigene Textnachrichten mit maximal 140 Zeichen eingeben. Diese Textnachrichten werden all den Benutzern angezeigt, die diesem Benutzer folgen. Der Herausgeber der Nachricht steht auf der Webseite des Dienstes mit einer Abbildung als alleiniger Autor über seinem Inhalt. Die Beiträge sind häufig aus der Ich-Perspektive geschrieben. Das Mikro-Blog bildet ein für Autor und Leser einfach zu handhabendes Echtzeit-Medium zur Darstellung von Aspekten des eigenen Lebens und von Meinungen zu spezifischen Themen. Kommentare oder Diskussionen der Leser zu einem Beitrag sind möglich. Damit kann das Medium sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrungen als auch der Kommunikation dienen. Die Tätigkeit des Schreibens auf Twitter wird umgangssprachlich als „twittern“ bezeichnet. Die Liste der abonnierten Beiträge wird häufig als „Timeline“ oder kurz „TL“ bezeichnet.Funktionen [Bearbeiten]

Über eine Programmierschnittstelle (API) stellen Komplementoren die über Twitter veröffentlichten Nachrichten zur Verfügung, so dass die Updates auf verschiedenen Kanälen von vielen Diensten abgerufen und von dort auch wieder eingespeist werden können. Dem Benutzer stehen unter anderem Kommunikationsstrukturen wie SMS (nur Vereinigte Staaten, Kanada und Indien)[3] oder einfache Eingabehilfen über die Twitter-Website (RSS) oder Desktop-Software zur Verfügung.

Bei Veranstaltungen kann eine Twitterwall eingesetzt werden – eine „Wand“, an die oder auf welcher Tweets zu einem vorher bestimmten einheitlichen Hashtagprojiziert werden, sodass sie von allen Teilnehmenden gelesen werden können.

Tweets

Die Beiträge selbst werden als „Tweets“ (englisch to tweet = zwitschern) oder „Updates“ bezeichnet. Das referenzierte Wiederholen eines Beitrages einer anderen Person, um beispielsweise eine Eilmeldung im Netzwerk schnell weiterzuverbreiten, wird als „ReTweet“ bezeichnet. Das soziale Netzwerk beruht darauf, dass man die Nachrichten anderer Benutzer abonnieren kann. Autoren werden als „Twitterer“, seltener als „Tweeps“ bezeichnet; Leser, die die Beiträge eines Autors abonniert haben, werden als „Follower“ (englisch to follow = folgen) bezeichnet. Die Beiträge der Personen, denen man folgt, werden in einem Log, einer abwärts chronologisch sortierten Liste von Einträgen dargestellt. Der Absender kann entscheiden, ob er seine Nachrichten allen zur Verfügung stellen oder den Zugang auf eine Freundesgruppe beschränken will.

Am 8. Januar 2010 hat die American Dialect Society den Begriff tweet zum Word of the Year 2009 gewählt.

Hashtags

Ein Hashtag ist ein Stichwort in Form eines Tags, welches insbesondere bei Twitter Verwendung findet. Die Bezeichnung stammt vom Doppelkreuz „#“ (englisch „hash“), mit dem ein solches Tag eingeleitet und durch ein Leerzeichen beendet wird. Beispiel: „#wikipedia “. Im Gegensatz zu anderen Tag-Konzepten werden Hashtags direkt in die eigentliche Nachricht eingefügt; jedes Wort, vor dem ein Doppelkreuz steht, wird als Tag verwendet.

Hashtags wurden im August 2007 von Chris Messina (Twitter-Nickname „FactoryJoe“) vorgeschlagen. Seit Twitter selbst eine Suchfunktion anbietet, ist der Nutzen von Hashtags umstritten,[4] jedoch ist eine höhere Qualität bei expliziter Verwendung des Hash-Zeichens anzunehmen als bei automatischer Suche. Alternative Twitter-Clients verlinken Hashtags automatisch auf eine entsprechende Trefferliste. Durch eine Analyse der Hashtags kann festgestellt werden, welche Twitter-Themen besonders beliebt sind.[5] Diese werden in den Trending Topics auf der Twitter-Startseite angezeigt.

Hashtags sind zum Teil auch eine ironische Form des Kommentierens eines Tweets, indem man ihn in einen Zusammenhang stellt, der unerwartet ist und als Einordnung dem Tweet eine neue Konnotation beigibt.

Unternehmen

Geschichte

Twitter war ursprünglich ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur internen Kommunikation für Mitarbeiter der San Franciscoer Podcasting-Firma Odeo,[6]gegründet im März 2006 von Jack Dorsey, Biz Stone und Evan Williams. Später kam heraus, dass eine weitere Person an der Gründung von Twitter maßgeblich beteiligt war: Noah Glass. Glass war es auch gewesen, der den Namen „Twitter“ vorgeschlagen hat. Anfangs lief die Technik des Twitter-Service direkt auf dem IBM Thinkpad Laptop von Glass. Mitentwickler war zu dieser Zeit, als sich das Projekt noch Twttr nannte,[7] der deutsche Auftragsentwickler Florian Weber.[8]

2006 wurde Twitter ein Produkt der Firma Obvious.[9] Der Dienst gewann sehr schnell an Popularität. Im März 2007 gewann er den South by Southwest Web Award in der Kategorie „Blogs“.[10] Dorsey, der Mann hinter dem Konzept von Twitter,[11] hielt bei der Verleihung des South by Southwest Web Award folgende humorvolle Rede: „Wir würden uns gern mit 140 Zeichen oder weniger bedanken. Was wir hiermit getan haben!“[12]

Im April 2007 gliederte Obvious Twitter als eigenständiges Unternehmen aus.[13] Dorsey war CEO, bis er 2008 von Williams ersetzt wurde.[14] Im November 2009 sagte Biz Stone während einer Veranstaltung an der Universität von Oxford, dass ein Börsengang als eine Möglichkeit betrachtet wird, um Twitter zu einem Unternehmen auszubauen, das es lange Zeit geben wird. Im Oktober 2010 gab Evan Williams bekannt, dass er seinen Posten als CEO verlässt und Dick Costolo seine Nachfolge antritt.[15][16]

Erst im Jahr 2011 betonte Evan Williams die wichtige Rolle des Mitgründers Noah Glass, die Glass während der frühen Produktentwicklungsphase von Twitter zusammen mit Ideengeber Jack Dorsey hatte. Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten mit Noah Glass hatte Evan Williams ihn nach der Firmenausgründung aus Odeo unter der neuen Firma Obvious nicht wieder in das Team aufgenommen.[17]

“It’s true that @Noah never got enough credit for his early role at Twitter. Also, he came up with the name, which was brilliant.”

– Evan Williams[1]

Akquisition von Summize

Summize war ein Internet-StartUp, das den Twitter-XMPP-Stream verwendete, um Benutzern zu ermöglichen, Twitter-Konversationen nahezu in Echtzeit zu durchsuchen. Am 15. Juli 2008 akquirierte Twitter Summize und integrierte es in seine Website unter der Subdomain search.twitter.com. Zum Zeitpunkt des Verkaufs hatte Summize sechs Mitarbeiter, von denen fünf zu Twitter wechselten. Der CEO Jay Verday wechselte in ein anderes Projekt.[18]

Sprachversionen

Japanische Version

Am 22. April 2008 gab Twitter in seinem Blog bekannt, dass es eine Version für japanische Benutzer geschaffen habe, weil diese wichtige Anwender des Dienstes seien. Die Benutzeroberfläche blieb jedoch vollständig in Englisch.[19] Eine Woche nach dem Start wurde berichtet, dass die japanische Version von Twitter an Fahrt gewinne;[20] Japanisch ist heute nach Englisch die am zweithäufigsten verwendete Sprache bei Twitter.[21] Anders als beim US-Dienst wird beim japanischen Dienst Werbung angezeigt.[22]

Weitere Sprachversionen

Im November/Dezember 2009 wurde das Benutzerinterface von Twitter nacheinander in den Sprachen Spanisch, Französisch, Italienisch, und Deutsch verfügbar gemacht.[23] Die Übersetzungen wurden durch die Mithilfe freiwilliger Übersetzer erstellt.[24]

Einnahmen

Der Gründer Evan Williams sammelte etwa 22 Millionen US-Dollar Risikokapital zum Betrieb und Ausbau seines Dienstes ein.[25] Twitter ist durch Fred Wilsons Union Square Ventures, Digital Garage,Spark Capital und Jeff BezosBezos Expeditions finanziell abgesichert.[26] The Industry Standard verwies auf das Fehlen von Einnahmen als Gefahr für die langfristige Lebensfähigkeit.[27] 2008 verkaufte Twitter keine Werbung und erzielte keinerlei Einnahmen.[14]

Datenschutz

Twitter sammelt personenbezogene Daten seiner Benutzer und teilt sie Dritten mit. Twitter sieht diese Informationen als einen Aktivposten und behält sich das Recht vor, sie zu verkaufen, wenn das Unternehmen seinen Eigentümer wechselt.[28]

Im Mai 2011 händigte Twitter, vermutlich erstmals,[29] nach einer Klage vor einem kalifornischen Gericht die IP-Adressen, Mobilfunknummern, E-Mail-Adressen und weitere Daten von mehreren Nutzerkonten an den Gemeinderat des englischen South Tyneside aus, um den Urheber von Beleidigungen gegen Ratsmitglieder zu identifizieren.[30]

Unternehmenswert

Anfangs März 2011 boten Investoren an einer Versteigerung der SharesPost pro Twitter-Aktie USD 34,50. Bei knapp 224 Millionen Aktien ergibt dies hochgerechnet einen Gesamtwert von US$ 7,7 Milliarden. Im Dezember 2010 wurde anlässlich einer Finanzspritze der Unternehmenswert durch Experten auf rund die Hälfte dieses Wertes geschätzt.[31] Ende 2011 wurde ein Investment des saudiarabischen Milliardärs Alwaleed bin Talal in den Kurznachrichtendienst bekannt. Der Prinz stellte dem Internetunternehmen über seine Kingdom Holding 300 Millionen Dollar zur Verfügung und erhielt im Gegenzug bei einem mittlerweile auf acht Milliarden Dollar geschätzten Firmenwert eine Beteiligung von 3,8 Prozent.[32]

Technologie

Twitter setzt Java für die Erzeugung von Webseiten ein.[33] Ursprünglich war die Message Queue, welche für die Weiterleitung der eigentlichen Nachrichten zuständig ist, in Ruby geschrieben. Diese musste jedoch aufgrund von Skalierungsproblemen neu geschrieben werden, was in der Programmiersprache Scala erfolgte.[34]

Komplementoren

Die Twitter-API erlaubt die Integration von Twitter in andere Webdienste und Anwendungen.[35] Twitter kann neben spezialisierten Clients wie Seesmic Desktop auch in verschiedenen anderen Programmen verwendet werden, beispielsweise im Kundenbeziehungsmanagement-Dienst Salesforce.com, den Instant-Messaging-Client-Diensten Adium, Digsby oder im Flock-Browser. T-Mobile USA hat in sein Sidekick-Mobiltelefon neben Facebook auch Twitter integriert.

Mittels Erweiterungen lassen sich zusätzliche Informationen über den Absender und die Empfängergruppe anzeigen, wie etwa den jeweiligen Standort auf dem Kartendienst Google Maps.

Mit spezialisierten Clients wie TweetDeck lassen sich Nachrichten übersichtlicher darstellen. So kann auch bei mehreren Twitter-Konten die Übersicht behalten werden.[36]

Am 9. April 2010 wurde bekannt, dass Twitter die Entwicklerschmiede des mobilen Clients Tweetie übernommen hat und zukünftig eine Applikation für das Apple iPhone kostenlos anbieten möchte. Die offizielle Twitter-Applikation erschien am 19. Mai 2010 im App Store.[37]

Andere Twitterclients

  • TwitterNeighbor
  • Echofon (für iOS, Mac OS und Mozilla Firefox)
  • Gwibber (ab Version 10.04 von Ubuntu vorinstalliert)
  • MetroTwit (für Windows)
  • Peep (für Android mit HTC Sense)
  • Phnx (für HP webOS)
  • Plume (für Android)
  • Seesmic (für Android, iOS, BlackBerry, Windows Phone 7, Windows und Mac OS, Nachfolger von Twhirl)
  • Spaz (für HP webOS)
  • Tweetbot (für iOS)
  • Tweetdeck (für Android, iOS, Windows, Mac OS sowie Linux).
  • Tweetings (für Mac OS, iOS, Windows und Google Chrome)
  • Tweettime (für iOS)
  • Twicca (für Android)
  • Twitter for Mac (vormals Tweetie) (für Mac OS)
  • Twitdroyd (für Android)
  • Twitterrific (für Mac OS, iOS)

Sicherheit

Die erste Sicherheitslücke bei Twitter wurde am 7. April 2007 von Nitesh Dhanjani gemeldet. Das Problem entstand dadurch, dass Twitter die Absenderangabe einer SMS als Authentifizierung für ein Benutzerkonto nutzte. Nitesh verwendete einen Free-SMS-Dienst, um eine SMS zu manipulieren, woraufhin Twitter die Nachricht im Namen des Opfers verbreitete. Diese Sicherheitslücke kann nur ausgenutzt werden, wenn die Telefonnummer des Opfers bekannt ist.[38] Wenige Wochen nach dieser Entdeckung führte Twitter eine optionale PIN ein, um SMS authentifizieren zu können. Am 20. März 2009 wurde eine weitere Sicherheitslücke entdeckt, nachdem Twitter kurz zuvor ein Problem mit fälschbaren SMS-Updates zumindest provisorisch hatte lösen können.[39] Bei der neuen Lücke handelt es sich um eine Cross-Site-Scripting-Lücke, die prinzipiell sogar ein Wurm ausnutzen könnte.

Am 21. September 2010 wurde das Webinterface von Twitter das Opfer eines Angriffs via Cross-Site-Scripting, bei dem der JavaScript-Befehl „onmouseover“ genutzt wurde. Dies veranlasste die Nutzer dazu, teilweise automatisch die ungewünschten Inhalte unter ihren Followern weiterzuverbreiten, ähnlich der Weiterverbreitung eines Computerwurms. Die Auswirkungen betrafen dabei nicht die Benutzung des Dienstes über Apps bzw. Clients. Nach ersten Medienberichten führte ein Bug beim Kurz-URL-Dienst „t.co“ von Twitter zur clientseitigen Ausführung des Javascript-Codes.[40]

Ausfallzeiten

Twitter war 2007 ungefähr zu 98 Prozent der Zeit erreichbar, das heißt, insgesamt über einen Zeitraum von sieben vollen Tagen nicht.[41][42] Twitters Ausfallzeiten fielen insbesondere während gut besuchter Veranstaltungen der Technologie-Industrie auf, wie der 2008er Macworld-Conference-&-Expo-Eröffnungsansprache.[43][44] Wenn Twitter abstürzt, sehen die Benutzer als Fehlermeldung den „Ausfall-Wal“ (englisch fail whale) – eine Karikatur von roten Vögeln, die einen Weißwal aus dem Ozean hieven.[45] Die Grafik wurde von Yiying Lu gestaltet.[46]

Im Mai 2008 hat Twitters neues Entwicklungsteam die notwendigen Architekturänderungen implementiert, um dem Wachstum gerecht zu werden. Stabilitätsprobleme führten zu Ausfallzeiten oder zum zeitweisen Entfernen von Funktionen. Im August 2008 zog Twitter die freien SMS-Dienste für den größten Teil der Welt zurück.[47] Seit September 2008 ist die Unterstützung von Instant Messaging „zeitweilig nicht verfügbar“.[48] Wann diese Funktion wieder bereitgestellt wird, ist unklar.[49]

Nutzung und Verbreitung

Laut einer Nutzerstatistik des Marktforschungsunternehmens Nielsen hatte Twitter im Juni 2009 in Deutschland 1,8 Millionen Nettonutzer (Unique Audience).[50] Damit habe sich die Nutzerzahl von Twitter in Deutschland laut dieser Nielsen-Studie von April 2009 bis Juni 2009 fast verdoppelt. Allerdings zeigt die „Loyalitätsanalyse“ von Nielsen, dass lediglich „35,7 Prozent der Nutzer des Vormonats im Juni erneut Twitter besucht haben.“ Die Studie fand weiterhin heraus, dass der Großteil der Twitter-Nutzer im Juni 2009 nur einmal (71,1 Prozent) und nur 14,8 Prozent der Nutzer mindestens dreimal auf der Webseite waren. Und nur 6,5 Prozent der Twitter-Nutzer hätten im Juni 2009 mehr als 30 Minuten auf der Seite verbracht. Das Fazit von Nielsen zum Nutzerverhalten der Twitter-Nutzer aus dieser Studie lautet: „Auf der einen Seite steht das enorme Interesse und der Zuwachs der Nutzerzahlen. Auf der anderen Seite statteten die Nutzer Twitter nur wenige Besuche ab und viele Nutzer des Vormonats sind nicht wieder zurückgekehrt.“[51]

Zahlen für Österreich werden regelmäßig durch den Social Media Radar Austria erhoben. Demnach hatte Twitter im Mai 2011 45.367 österreichische Nutzer, wovon 16.201 schreibende Konten waren. Insgesamt existierten in Österreich 21.669 aktive Konten.[52]

Demographische Informationen über die Twitter-Nutzer: Laut einer Online-Twitterumfrage vom März 2009, in der 2779 brauchbare Datensätze ausgewertet wurden, war das Durchschnittsalter der deutschen Twitter-Nutzer 32 Jahre, 74 Prozent der Nutzer waren männlich und 78 Prozent hatten Abitur. Laut dieser Umfrage würden zudem zwei von drei Twitter-Nutzern selbst einen eigenen Blog betreiben und unter anderem über Technik, Web-2.0-Themen oder Privates schreiben. 50 Prozent der Nutzer würden aus der Medien- oder Marketingbranche stammen und jeder Vierte sei Führungskraft oder Unternehmer.[53]

Am 26. Januar 2012 kündigte Twitter in einem Blogbeitrag an, dass künftig Tweets gefiltert würden, sofern sie Inhalte verbreiten, die in bestimmten Staaten gegen geltenes Recht oder gesellschaftliche Konventionen verstießen.[54][55]

Nutzung durch öffentliche Institutionen und Gruppen

Die Zwecke, für die Twitter über die individuelle Kommunikation hinaus genutzt wird, sind vielfältig. Öffentliche Einrichtungen stellen Informationen bereit; z. B. unterhält die US-Weltraumbehörde NASATwitter-Feeds zu diversen Projekten; es wurden auch Feeds vom Weltraum aus bedient.[56][57] Das Los Angeles Fire Department verwendete den Service zur Informationsverbreitung während derWaldbrände in Südkalifornien 2007.[58][59]

In der Hochschullehre werden bereits erste Erfahrungen zum Einsatz von Twitter gesammelt.[60] Einzelne Universitäten verteilen Informationen an ihre Studenten und nutzen Twitter zurLehrevaluation.[61] Auch Wissenschaftler nutzen Twitter während Konferenzen, um abwesende Kollegen zu informieren.[62][63]

Nutzung in der Privatwirtschaft

Unternehmen nutzen Twitter, um Produktinformationen bereitzustellen und mit ihren Kunden zu kommunizieren. Das Mikro-Blogging dient dabei auch als Marketing- und Marktforschungsinstrument zur Produkt- und Unternehmensentwicklung.[64][65]

Erhöhen von Followerzahlen

Im Netz werden viele Aktionen angeboten mit denen man seine Followerzahlen erhöhen kann. Auch der Dienst “Twittercounter” (der von Twitter offiziell betrieben wird) bietet Twitter-Follower gegen Geld an. Mit dem Service “Tweepi” kann man mehreren Personen gleichzeitig folgen. Meist folgt diese Person dann auch zurück.

Nutzung durch Massenmedien

Nachrichtenagenturen sowie renommierte Medien wie die BBC haben ebenfalls begonnen, Twitter zu benutzen. Durch seinen Kurznachrichten-Charakter sind Hinweise auf aktuelle Ereignisse bei Twitter oft sogar schneller zu finden, als redaktionell bearbeitete Medien dies leisten könnten. Beispiele sind die Notwasserung von US-Airways-Flug 1549 oder der Amoklauf von Winnenden. An letzterem zeigte sich jedoch auch, dass die Unmittelbarkeit der Nachrichtenübertragung per Twitter dazu führen kann, dass unüberprüfbare Falschmeldungen und Gerüchte multipliziert werden.[66]

Google News hat bestimmten Twitter-Benutzern dieselbe News-Priorität wie kleineren Zeitungen zugeteilt und deren „Updates“ erscheinen gelegentlich auf der amerikanischen Version von Google News. Auch Technorati durchsucht die aktuellen Einträge nach Auswertbarem, OneRiot hat sich auf Twitter und vergleichbare Dienste spezialisiert.

Nutzung in der Politik

Im politischen Raum wird Twitter ebenso eingesetzt; so hatte z. B. das Wahlkampfteam von Barack Obama im Jahre 2008 alle Helfergruppen mit Kurznachrichten „online“. So kommunizierten die Wahlkampfteams des US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama per Twitter.[67] Auf dem Parteikonvent 2008 der Demokraten kam Twitter verstärkt zum Einsatz.

Politische Aktivisten koordinierten Straßenproteste gegen einen Parteitag der US-Republikaner in Minneapolis/St. Paul.[68]

Im Rahmen der Wahlen im Iran 2009 erwies sich Twitter als wichtiges Instrument der Opposition. So konnten Anhänger von Hussein Mussawi trotz Internet-Zensur der iranischen Regierung Informationen weltweit verbreiten, die Sender wie die ARD, das ZDF oder verstärkt der US-Sender CNN ihrerseits für Berichte nutzten. Es wurde jedoch kritisiert, dass Nachrichtendienste zunehmend die Berichterstattung via Twitter beeinflussen wollten.[69]

Nutzung in der Politik in Deutschland

Anlässlich der Bundesversammlung 2009 wurden verschiedene Textnachrichtendienste genutzt, um vorab das Ergebnis der Wahl des Bundespräsidenten zu streuen. So wurden bereits ab 14:00 Uhr SMS mit dem Auszählungsergebnis versendet, um 14:15 Uhr twitterte dann der SPD-Abgeordnete Ulrich Kelber das Ergebnis. Gegen 14:18 Uhr veröffentlichte die CDU-Abgeordnete Julia Klöckner, die überdies in der Stimmauszählungskommission saß, das Resultat der Wahl. Die frühzeitige Bekanntgabe des Wahlergebnisses über Twitter führte zu heftigen Diskussionen in Kreisen des Bundestages.[70] Die SPD verlangt deshalb, im Bundestag die Einrichtung von Störsendern zu prüfen.[71]

Auch bei Wahlen für die Landtage im Saarland, in Sachsen und Thüringen gelangten Wahlprognosen vor der Schließung der Wahllokale mittels Twitter an die Öffentlichkeit. Die veröffentlichten Zahlen unterschieden sich nicht maßgeblich von denen, die um 18 Uhr in der ARD und im ZDF veröffentlicht wurden. Durch diesen Sachverhalt entstand die Diskussion um eine mögliche Beeinflussung und entsprechende Ungültigkeit der Wahlen.[72]

Wahlkampf in Deutschland

Der ehemalige Generalsekretär der SPD, Hubertus Heil, hatte als Gast auf dem Kongress der US-Demokraten die Twitter-Technik kennengelernt und für die SPD-Gremien und die Fraktion eingeführt.

In Deutschland unterhielten verschiedene Politiker im Wahlkampf zur Landtagswahl in Hessen 2009 Twitter-Feeds. Mindestens ein Kanal wurde dabei vom Satire-Magazin Titanic persifliert, das einen eigenen Kanal eröffnete und sich für den betroffenen Politiker ausgab.[73]

Der erste Wahlkampf in Deutschland, in dem Twitter seinen Einsatz fand, war die hessische Landtagswahl 2009, in der alle großen Parteien eigene Twitter-Seiten hatten, etwa die CDU mit einem Internet-Blog sowie der SPD-Spitzenkandidat mit einem personalisierten Twitter-Konto.[74][75] Im Landtagswahlkampf Baden-Württemberg 2011 spielte Twitter neben klassischer Präsent- und Plakatwerbung hingegen kaum eine Rolle.[76]

Politiker

In der CDU twittern neben einigen Bundestagsabgeordneten beispielsweise die Bundesfamilienministerin, Kristina Schröder.[77] Von den Spitzengrünen twittert Volker Beck, der allerdings die Spezifität des Mikro-Bloggings als Kommentarmöglichkeit versteht. Er wird laut FAS „in der sog. Internetgemeinde allseits als sachverständigster Twitterer gelobt. Er verzichtet völlig auf private Anekdoten und glaubt offensichtlich tatsächlich an den Dialog mit seinen Anhängern.“[78] Auch der ehemalige Parteivorsitzende Reinhard Bütikofer hat nach anfänglicher Skepsis Twitter als intensiven Kommunikations- und Dialogkanal entdeckt.[79] Die stellvertretende Parteivorsitzende der Linken Halina Wawzyniak twittert seit Januar 2009. Inzwischen setzt auch die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag diese Kommunikationstechnik ein, um auf ihre Pressemitteilungen aufmerksam zu machen.[80] Die Bundespartei und einige Landesverbände der Grünen twittern und berichten dabei über ihre Parteitage und Veranstaltungen.[81][82][83]

Wahlforschung

Aufgrund der Diskussion über den Obama-Wahlkampf versuchen auch Medien-Institute, im Vorfeld des Bundestagswahlkampfes 2009 auf sich aufmerksam zu machen. So hat eine Studie von Nielsen Media Research[84] die gefälschten Konten und tote Konten für voll genommen und danach die Twitter-Power der Parteien bewertet.[85]

Durch die Auswertung von Hashtags kann ein politisches Stimmungsbild der Benutzer von Twitter wiedergegeben werden.[86][87]

Nutzung im Kulturbereich

Auch Museen, Theater, Orchester und soziokulturelle Zentren nutzen immer häufiger aktiv Twitter. In einer im Herbst 2009 durchgeführten Umfrage[88] unter Twitter-Nutzern, die im Kulturbereich tätig sind, meinten 84 Prozent, dass Kultureinrichtungen Twitter erfolgreich für Marketing und Werbung einsetzen können, jedoch nur 45 Prozent, dass Twitter verstärkt Teil des Kulturschaffens werden sollte, also z. B. in Form einer Twitter-Oper (wie in der Londoner Royal Opera aufgeführt). Als Hauptgründe für die Twitter-Nutzung wurde angegeben, dass man durch Twitter zu kulturellen Ereignissen besser informiert ist und neue Kontakte zu Kulturschaffenden gewonnen habe. Über 40 Prozent der Befragten gaben an, dass zur Pflege ihrer kulturellen Interessen Twitter unverzichtbar geworden sei.

Zudem kann Twitter als Analyseinstrument für Kinoerfolge dienen. Wissenschaftler des HP-Laps in Palo Alto haben verschiedene Algorithmen entwickelt, mithilfe derer man mit einer Genauigkeit von über 95 Prozent die Besucherzahlen am Startwochenende eines neuen Kinofilms berechnen kann.[89]

Missbrauch und Spamming

Twitter kann durch Spamming für Werbung missbraucht werden. Darunter fallen u. a. die Publikation einer großen Anzahl von Links sowie das Folgen von Tweets unbekannter Personen mit dem Zweck, dass diese auch den Tweets des Spammers folgen (Aggressive Following).[90] Auch die Trending Topics werden von Spammern missbraucht, indem sie ihre Meldungen automatisch mit Begriffen aus den aktuellen Trending Topics versehen.[91] Ziel des Spammings kann es z.B. sein, durch zahlreiche Wiederholungen eigene Trending Topics zu erstellen, Google-Suchergebnisse zu beeinflussen und/oder die Werbemeldungen glaubwürdiger erscheinen zu lassen, da viele verschiedene (in Wirklichkeit ‚gefakte‘) Accounts diese Werbebotschaft senden. Das Forschungsvorhaben „Truthy Projekt“ an der Indiana University hat das Ziel zu erforschen, wie in Twitter Meinungskampagnen durch Spamming organisiert werden.[92]

Anfang Januar 2011 wurde bekannt, dass das US-Justizministerium mittels einer Subpoena die Herausgabe sämtlicher Benutzerdaten von prominenten WikiLeaks-Unterstützern durch Twitter gefordert hatte. Ob und inwieweit Twitter dem Folge leistete, ist unklar.[93]

Rezeption

Die Psychologin Tracy Alloway von der University of Stirling in Schottland stellte im September 2009 die These auf, das soziale Netzwerk Facebook mache seine Nutzer klüger, der Mikroblogging-Dienst Twitter hingegen dümmer.[94] Während Facebook das Arbeitsgedächtnis erweitere und deshalb auch die Intelligenz fördere, bewirke Twitter das Gegenteil. Die These wurde nicht durch Studien bestätigt.

Medienberichte, nach denen Forscher der University of Southern California einen Verfall von Moral und Empathie der Nutzer von Twitter und Facebook festgestellt hätten, stellten sich als falsch heraus.[95][96]

Kurznachrichtendiensten wie Twitter, die zu Demonstrationen aufrufen und vor Polizeiaktionen warnen, werden seit der Revolution in Tunesien 2010/2011 wie anderen sozialen Netzwerken eine wichtige Rolle bei der Organisation politisch motivierter Protestgruppen zugeschrieben. Kritiker halten die Gewichtung zwar für übertrieben, mussten aber eingestehen, dass solche Dienste insbesondere dort, wo klassische Medien unter Zensur leiden, die einzige Möglichkeit darstellen, unbeeinflusst zu berichten. Unstrittig sei dagegen, dass durch Twitter und Facebook vor allem junge Menschen motiviert werden, sich an Protestkundgebungen zu beteiligen.[97]

Mittlerweile ist Twitter ebenso als Motiv in der Popkultur angekommen. So findet sich beispielsweise in der Episode 7.13 der US-amerikanischen Arztserie Grey’s Anatomy eine Szene, in der eine Assistenzärztin die Schritte ihrer Vorgesetzten während einer Operation twittert und dadurch Lösungsansätze für ein Problem erhält.[98] In der Episode 3.18 der Fernsehserie Castle fragt ein verdächtiger Fan einer Fernsehserie während eines Verhörs, ob sie kurz den Tod der Haupt-Drehbuchautorin twittern dürfe.

In der Literatur ist im Jahr 2009 bei Penguin Books in London von Alexander Aciman & Ement Rensin das Buch Twitterature. The World’s Greatest Books Retold Through Twitter erschienen. In dem 146-seitigen Bändchen werden sechzig Bücher mit jeweils maximal 20 Tweets dargestellt.

Literatur

Deutschsprachige Literatur

Englischsprachige Literatur

  • Shel Israel: (09/2009) Twitterville: How Businesses Can Thrive in the New Global Neighborhoods – Portfolio ISBN 978-1-59184-279-8
  • Tim O’Reilly, Sarah Milstein: (05/2009) The Twitter Book – O’Reilly Media ISBN 978-0-596-80281-3
  • Kevin Makice: (04/2009) Programming Twitter: Learn How to Build Applications with the Twitter API – O’Reilly Media ISBN 978-0-596-15461-5
  • Joel Comm, Anthony Robbins, Ken Burge: (03/2009) Twitter Power: How to Dominate Your Market One Tweet at a Time – John Wiley & Sons ISBN 978-0-470-45842-6
  • Julio Ojeda-Zapata: (11/2008) Twitter Means Business: How Microblogging Can Help or Hurt Your Company – Happy About ISBN 978-1-60005-118-0
  • Deborah Micek, Warren Whitlock: (10/2008) Twitter Revolution: How Social Media and Mobile Marketing Is Changing the Way We Do Business & Market Online – Xeno Press ISBN 978-1-934275-07-8

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Twitter – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikinews Wikinews: Twitter – in den Nachrichten
Wikiquote: Twitter – Zitate
Commons: Twitter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Carolyn Penner: #numbers. Twitter, 14. März 2011, abgerufen am 15. März 2011 (englisch).
  2. Hacker Exposes Private Twitter Documents, The New York Times, 15. Juli 2009.
  3. Im August 2008 hat Twitter den Versand von SMS-Kurznachrichten außerhalb der Vereinigten Staaten, Kanadas und Indiens eingestellt. Pressemitteilung zur Einstellung des SMS-Versandes
  4. http://mattbrowne.com/the-death-of-on-twitter
  5. http://www.twitter-trends.de/
  6. Mark Glaser: „Twitter Founders Thrive on Micro-Blogging Constraints“ (Englisch), Public Broadcasting Service (PBS). 17. Mai 2007. Abgerufen am 5. November 2008.
  7. Biz Stone am 13. Juli 2006. Abgerufen am 26. August 2011 (englisch).
  8. Nicholas Carlson: „The Real History Of Twitter“ (Englisch), Business Insider, Inc.. 13. April 2011.
  9. Evan Williams (16. April 2007): Twitter, Inc. (Englisch). Obvious. Abgerufen am 7. Mai 2008.
  10. Biz Stone (14. März 2007): We Won (Englisch). Twitter. Abgerufen am 7. Mai 2008.
  11. Adario Strange: „Flickr Document Reveals Origin Of Twitter“ (Englisch). In: Wired News, CondéNet, 20. April 2007. Abgerufen am 5. November 2008.
  12. englisch „We’d like to thank you in 140 characters or less. And we just did!“
  13. Biz Stone (18. April 2007): Incorporating Twitter (Englisch). Twitter. Abgerufen am 5. März 2011.
  14. a b Claire Cain Miller: Popularity or Income? Two Sites Fight It Out (Englisch), The New York Times. 20. Oktober 2008. Abgerufen am 5. November 2008.
  15. Chefwechsel bei Twitter in: Frankfurter Rundschau vom 5. Oktober 2010
  16. Twitter-Blog: #newtwitterceo. Twitter Blog. Abgerufen am 6. Oktober 2010.
  17. Glass
  18. Michael Arrington (15. Juli 2008): Confirmed: Twitter Acquires Summize Search Engine (Englisch). TechCrunch. Abgerufen am 17. November 2008.
  19. Biz Stone (22. April 2008): Twitter for Japan (Englisch). Twitter. Abgerufen am 22. Januar 2011.
  20. Richard MacManus (28. April 2008): Early Stats Show Twitter Taking Off in Japan (Englisch). ReadWriteWeb. Abgerufen am 7. Mai 2008.
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  22. Crampton, Thomas (23. Mai 2008): Joi Ito: Twitter makes money in Japan. ThomasCrampton.com. Abgerufen am 23. Mai 2008.
  23. Jenna Dawn (16. Dezember 2009): Was gibt’s Neues?. log.twitter.com. Abgerufen am 19. Dezember 2009.
  24. Biz Stone (8. Oktober 2009): Coming Soon: Twitter in More Languages (Englisch). blog.twitter.com. Abgerufen am 12. Dezember 2009.
  25. Brian Womack (12. November 2008): Twitter Shuns Venture-Capital Money as Startup Values Plunge (Englisch). Bloomberg. Abgerufen am 12. November 2008.
  26. Claire Cain Miller (16. Oktober 2008): Twitter Sidelines One Founder and Promotes Another (Englisch). The New York Times. Abgerufen am 5. November 2008.
  27. Bill Snyder (31. März 2008): Twitter: Fanatical users help build the brand, but not revenue (Englisch). The Industry Standard. Abgerufen am 7. Mai 2008.
  28. Twitter Privacy Policy (Englisch). Twitter (14. Mai 2007). Abgerufen am 5. November 2008.
  29. http://www.guardian.co.uk/technology/2011/may/29/twitter-anonymous-user-legal-battle guardian.co.uk, 29. Mai 2011, Nigel Green und Josh Halliday “Twitter unmasks anonymous British user in landmark legal battle”, gesichtet am 31. Mai 2011
  30. http://www.bbc.co.uk/news/uk-england-tyne-13588284 bbc.co.uk, 30. Mai 2011, “South Tyneside Council ‘gets Twitter data’ in blog case”, gesichtet am 31. Mai 2011
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