Showdown auf Social Media: Obama vs. Romney

Der US-Wahlkampf und Social Media

Als Barack Obama vor vier Jahren antrat, um Präsident der Vereinigten Staaten zu werden, revolutionierte sein Wahlkampf-Team durch die Nutzung sozialer Medien die Art, wie Wahlkampf betrieben wurde. Das Team John McCains wurde regelrecht überrollt von Facebook, Twitter und anderen Medien, auf die Obamas Team setzte. 2008 nahm John McCain schließlich nicht zum ersten Mal an einem Vorwahlkampf teil.

Twitter-Krieg: Zahlenspielerei und keine Sieger

Im Rahmen dieses Wahlkampfes haben auch die Republikaner verstanden, dass jeder Wahlkampf ohne Facebook, Twitter und andere soziale Medien zwecklos ist – das liegt nicht zuletzt an der immer stärkeren Verbreitung von mobilen Kommunikationsmitteln. Nicht nur junge User verfügen heutzutage über ein Smartphone oder einen Laptop. In vielen amerikanischen Haushalten existieren heutzutage oft mehrere Notebooks. Zudem besitzen einer Studie die der Blog von NBC jüngst veröffentlichte, mehr als die Hälfte die US-Bürger Smartphones – diese Dynamik beeinflusst die Wahlkämpfe in einem nicht zu unterschätzenden Maße. Auch wenn beide Seiten, so wie schon in vorigen Jahren, Millionen für Werbespots ausgeben, stürzen sich die Medien vor allem gerade auf die Twitter-Kriege, die sich beide politischen Parteien augenblicklich liefern. So ergötzte sich das amerikanische News Netzwerk WND gerne an allen Arten von Zahlen, die Twitter im Rahmen der Parteitage der beiden großen Parteien lieferte. Nach Bill Clintons fulminanter Rede auf dem Parteitag der Demokraten hielt der Blog Politico etwa fest, dass Michelle Obamas Rede trotz allem viel mehr Reaktionen auf Twitter auslöste. Doch was dies genau aussagen soll, darüber können die Journalisten keine besonders hilfreichen Angaben machen.

Social Media kein Gradmesser für Befindlichkeiten: Obamas Wählerschaft ist jünger

Darin liegt ein Problem der Nutzung sozialer Medien im Rahmen von Wahlkämpfen – besonders gut dienen sie nicht als Gradmesser für die Befindlichkeiten des Wählers. Sie dienen dazu, den Nutzern an den Smartphones und Notebooks ein Forum zu geben – zuviel aus ihnen herauslesen sollte man jedoch nicht. Dass der demokratische Parteitag etwa mehr Twitterer dazu motiviert, ihre Unterstützung zu posten, kann beispielsweise damit zusammenhängen, dass potentielle demokratische Wähler tendentiell jünger und von daher technikaffiner als republikanische Parteigänger sind. Zudem sind die Parteien sich der Kraft von Tweets und Posts bewusst und haben Teams, die versuchen, die politischen Debatten in sozialen Medien zu beeinflussen. Auch dies kann die eigentliche Stimmungslage verzerren.

Soziale Medien spielen somit im gegenwärtigen Wahlkampf eine wichtige Rolle – auch wenn man aus Posts und Tweets nur vorsichtig Rückschlüsse ziehen sollte.

Wir haben auf Mashable eine spannende Grafik ‘Obama versus Romney’ von Peekanalytics gefunden, die nochmal ausführlich den Twitter Krieg und andere Fakten rund um den US-Wahlkampf abbildet.

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About Matthias-M. Pook

Social Media Manager (FH). Mehr über Matthias und den Blog Netzschnipsel findest Du unter den Menüpunkten "Autor" sowie "Über".